03 Mai 2015

Blog-Battle #14 - Gift

Gift. Was für ein Wort. 
Vermutlich geht es mir dabei wie vielen anderen auch: Wenn man Gift hört, denkt man zunächst an Gift, also das Gift, das jemanden töten kann. Oder zumindest körperliche Schäden hervorrufen kann, wenn es nicht tödlich dosiert ist.

Dabei kann man Gift auf soviele andere Dinge des täglichen Lebens anwenden. Und ich meine dabei nicht, jemanden zu vergiften. Viel eher vergiften im übertragenen Sinne.

Heutzutage vergiftet sich der Mensch täglich aufs Neue. Sei es durch Zigaretten oder Alkohol, aber auch durch das, wovon wir uns täglich ernähren. Man muss sich ja nur mal durchlesen, was in den ganzen Lebensmitteln für "Gifte" enthalten sind, die wir trotzdem jeden Tag zu uns nehmen. Beispielsweise sollte man Wasser aus Plastikflaschen spätestens nach 3 Tagen nicht mehr trinken, wegen der Weichmacher im Plastik. Sicher gibt es noch weitere Beispiele, mir fällt aber gerade nichts ein.
Jedenfalls werden wir von der Lebensmittelindustrie täglich vergiftet, und ich würde einfach mal behaupten, dass wir mittlerweile schon immun gegen diese ganzen Gifte sind, weil wir sie einfach täglich zu uns nehmen.

Auch in der Pflanzenwelt finden sich einige giftige Exemplare, die trotzdem total schön sind. Ein hübsches Beispiel für giftige Blumen wären Maiglöckchen. Ich find die mega schön, mit ihren kleinen Blüten. Allerdings hat man mir mal gesagt, dass man morgens nicht mehr aufwacht, wenn man in einem Raum mit Maiglöckchen schläft. Ob das so stimmt, weiß ich natürlich nicht, aber ausprobieren muss ich es nun auch nicht.
Eine weitere schöne Pflanze ist der Efeu. Mein persönlicher Favorit, wenn es um Pflanzen geht. Ich habe es zwar bisher noch nicht geschafft, dass er länger als ein halbes Jahr bei mir überlebt, aber das mit dem grünen Daumen kann ja noch werden. Vielleicht. Zumindest ist auch Efeu giftig, insbesondere die Beeren. Trotzdem ist er schön anzusehen, und trotz seiner Giftigkeit wird er in der Medizin als Hustensaft verwendet. 

Zu guter Letzt fehlt natürlich noch ein giftiger Aspekt in unserem täglichen Leben. Neben Lebensmitteln und Pflanzen, wären natürlich Luft und andere Sachen auch giftig. Aber es gibt ein Wesen, das doch das meiste Gift von allen streut: der Mensch selbst. Wir spritzen Obst und Gemüse mit Pestiziden, um unsere Ansaat vor Insekten zu schützen und vergiften uns dadurch. Wir verpesten unsere Luft mit Autoabgasen, weil es viel bequemer ist, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, anstatt zu laufen oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Und natürlich vergiften wir unsere Mitmenschen. Wenn wir jemanden nicht mögen - aus was für Gründen auch immer -, so strafen wir denjenigen mit giftigen Blicken oder fiesen Intrigen. 
Nur für dich, Justine ;-)

Auch ich kann manchmal ein kleiner Giftzwerg sein, wenn mir irgendwas gegen den Strich geht. Dabei meine ich das gar nicht immer nur böse oder gemein, sondern ehrlich. Warum soll ich verschweigen, wenn mir was nicht passt? Meinen Mitmenschen ist doch viel eher geholfen, wenn ich die Fakten auf den Tisch lege, anstatt alles totzuschweigen. So streut man doch viel mehr Gift, als wenn man die Wahrheit ausspricht und alle wissen, woran sie sind.

Ich bin also auch hin und wieder etwas giftig, wenn auch nicht mutwillig oder gar bösartig. Und da der Efeu eine meiner Lieblingspflanzen ist, passt wohl auch mein Tattoo ganz gut dazu. Es spiegelt quasi einen Teil meiner Persönlichkeit wieder. So spielt das Leben. Wir vergiften uns, um uns besser zu fühlen.


Meine Mitstreiter sind:

DychterFyrst (setzt auf unbestimmte Zeit aus)

Kommentare:

  1. AHHHH ;)
    Danke meine Liebe - glatte 1, du darfst dich setzten :D

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  2. Nicht immun - man denke an die ganzen Unverträglichkeiten, die massenhaft auftauchen, Allergien, Geschwüre, Krebs - nein, das Gift in den Lebensmitteln macht uns nicht immun, sondern krank. Wir bringen uns freiwillig um - daher beschleunige ich den Spaß auch gleich mit dem Gift. Interessanter Beitrag, aber für mich reicht es nur zu einer Zwei. Mit einem Plus dran.

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  3. Dein Beitrag heute hat mir sehr gefallen, daher gibt es ohne große Umschweife eine 1 dafür ^^

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  4. Ich hab doch prompt mal nachgeschaut und kann,den bisherigen Informationen nach, nicht bestätigen das die bloße Anwesenheit von Maiglöckchen im Schlafzimmer derart ungesund ist. Ich vermute mal eher dass es darum geht dass stark riechende Blumen im Schlafzimmer eher zu Kopfschmerzen und damit verbundenem Unwohlsein führen kann.
    Ich gebe dir eine 2+

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